Texte von Bibelteilen - Archiv

Bibelteilen-Texte

Im April 2016 fand auf der Plattform www.intern-e.evlka.de der erste Probelauf Bibelteilen online statt. Mittlerweile ist das fast 5 Jahre her, und Bibelteilende haben sich seitdem über 80 Mal getroffen. Das Projekt geht weiter. Sie sind herzlich eingeladen! Die Übersicht zu den bisherigen Texten wird gern geteilt (Anfrage an: Birgit.Berg@evlka.de)

I.(24.04.2016)
Aus dem Alten Testament, aus dem Gebetbuch (Psalter).
Worte aus Psalm 139:
13 Ja, du Gott hast meine Nieren geschaffen,
hast mich gewoben im Leib meiner Mutter.
14 Ich danke dir, dass ich auf faszinierende Weise wunderbar geworden bin.
Wunder sind deine Taten, das ist mir zutiefst bewusst.
15 Meine Knochen waren vor dir nicht verborgen,
als ich gemacht wurde im Geheimen,
gebildet in den Tiefen der Erde.
16 Als Ungeborenes sahen mich deine Augen.
In deinem Buch war alles schon geschrieben,
Tage wurden geformt, in denen noch niemand war.
17 Für mich – wie kostbar sind deine Gedanken,
wie wirkmächtig ist ihr Kern.
18 Ich zähle sie – mehr als Sand wären sie,
ich erwache – und immer noch bin ich bei dir.

(Kirchentagsübersetzung / 2017)

II. (04.05.2016)
Aus dem Neuen Testament. Paulus schreibt in einem Brief an die Gemeinde in der Hafenstadt Korinth:
1. Korinther 13
Wenn ich in allen Sprachen rede, der Menschen oder sogar der Engel,
aber ohne Liebe bin, dann bin ich ein schepperndes Blech oder eine gellende Zimbel.
Selbst wenn ich alles, was ich habe, spende, wenn ich Leib und Leben riskiere und damit berühmt werde,
aber ohne Liebe bin, dann nütze ich niemandem.
Die Liebe hat Geduld, gütig ist die Liebe, nicht eifersüchtig; sie prahlt nicht, bläst sich nicht auf;
sie ist nicht respektlos, sucht nicht den eigenen Vorteil; sie lässt sich nicht provozieren, trägt nichts nach;
sie hat keine Freude am Unrecht, sondern teilt die Freude an der Wahrhaftigkeit.
Alles trägt sie, in allem vertraut sie, gibt die Hoffnung nie auf; sie hält allem stand.
Die Liebe geht niemals zugrunde. (…) Denn Stück für Stück nur erkennen wir, und stückweise nur prophezeien wir.
Wenn aber das vollkommen Ganze da ist, dann wird das Gestückel verschwunden sein.
Wir sehen jetzt noch ein rätselhaftes Spiegelbild, dann aber von Angesicht zu Angesicht.
Noch erkenne ich stückweise. Dann aber werde ich ganz erkennen, wie ich schon erkannt bin.
So bleiben Gottvertrauen, Hoffnung, Liebe, diese drei. Die Größte von ihnen ist die Liebe.

III. (10.05.2016 - vor Pfingsten)
 Aus dem Neuen Testament. Evangelium nach Johannes.
Jesus spricht zum Abschied zu seinen Jüngern: Jesus verspricht den Heiligen Geist. (Johannes 14,23-27)
Jesus antwortete ihm (dem Jünger): »Wer mich liebt, wird sich nach meinem Wort richten. Mein Vater wird ihn lieben. Und wir werden zu ihm kommen und immer in ihm gegenwärtig sein. Wer mich nicht liebt, wird sich nicht nach meinem Wort richten. Und dabei stammt das Wort, das ihr hört, nicht von mir selbst. Es stammt vom Vater, der mich beauftragt hat. Ich habe euch das gesagt, solange ich noch bei euch bin.Der Vater wird euch den Beistand schicken, der an meine Stelle tritt: den Heiligen Geist. Der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich selbst euch gesagt habe. Zum Abschied schenke ich euch Frieden: Ich gebe euch meinen Frieden. Ich gebe euch keinen Frieden wie ihn diese Welt gibt. Lasst euch im Herzen keine Angst machen und fürchtet euch nicht. Übersetzung nach der Basisbibel

IV. (18.05.2016)
Aus dem Neuem Testament- Evangelium nach Lukas 19,1-10
Jesus kam nach Jericho und ging durch die Stadt. Da gab es einen Mann mit Namen Zachäus. Er leitete das Zollunternehmen und war reich. Er wollte unbedingt Jesus sehen und wissen, wer das ist. Es gelang ihm aber nicht wegen der Menschenmenge, denn er war klein von Statur. Er lief voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, um ihn sehen zu können, denn dort sollte er vorbeikommen. Als Jesus an die Stelle kam, sah er ihn an und sagte: „Beeil dich, komm herunter, denn heute muss ich in deinem Haus bleiben.“
Er beeilte sich herunterzukommen und nahm ihn voll Freude auf. Als die Leute das sahen, regten sich alle auf: „Bei einem Verbrecher ist er zu Gast.“ Zachäus stellte sich hin und sagte zum Herrn: „Siehe, Herr, die Hälfte meines Vermögens gebe ich den Armen, und wenn ich von jemandem zu viel abgepresst habe, gebe ich es vierfach zurück.“ Jesus sagte ihm: „Heute ist die Gemeinschaft in diesem Haus gerettet worden, denn auch dieser ist ein Nachkomme Abrahams.“ Der Mensch Jesus ist gekommen, um das Verlorene zu suchen und zu retten.

V. (24.05.2016)
Aus dem Neuen Testament. Evangelium nach Lukas, Kapitel 24,13-35-
Der Auferstandene, Jesus von Nazareth, begegnet Freunden.
Die beiden Freunde sind nach der Kreuzigung Jesu miteinander unterwegs - auf dem Weg von Jerusalem nach Emmaus. Und sieh doch: Am selben Tag waren zwei Jünger unterwegs zu dem Dorf Emmaus. Es liegt etwa sechzig Stadien (etwa 11,5 km) von Jerusalem entfernt. Sie unterhielten sich über alles, was sie in den letzten Tagen erlebt hatten. Dann, während sie noch miteinander redeten und hin und her überlegten, kam Jesus selbst dazu und schloss sich ihnen an. Aber es war, als ob ihnen jemand die Augen zuhielt, und sie erkannten ihn nicht. Er fragte sie: »Worüber seid ihr unterwegs so sehr ins Gespräch vertieft?« Da blieben sie traurig stehen. Der eine – er hieß Kleopas – antwortete ihm: »Du bist wohl der Einzige in Jerusalem, der nicht weiß, was dort in diesen Tagen passiert ist?«Jesus fragte sie: »Was denn?« Sie sagten zu ihm: »Das mit Jesus von Nazaret! Er war ein großer Prophet. Das hat er durch sein Wirken und mit seinen Worten vor Gott und vor dem ganzen Volk gezeigt. Unsere führenden Priester und die anderen Mitglieder des jüdischen Rates haben dafür gesorgt, dass er zum Tod verurteilt und gekreuzigt wurde. Wir hatten doch gehofft, dass er es ist, der Israel erlösen soll. Aber nun ist es schon drei Tage her, seit das alles geschehen ist Und dann haben uns einige Frauen, die zu uns gehören,aus der Fassung gebracht: Sie waren frühmorgens am Grab.Aber sie konnten seinen Leichnam nicht finden. Sie kamen zurück und berichteten: ›Wir haben Engel gesehen. Die haben uns gesagt, dass Jesus lebt!‹ Einige von uns sind sofort zum Grab gelaufen. Sie fanden alles so vor, wie die Frauen gesagt haben – aber Jesus selbst haben sie nicht gesehen.« Da sagte Jesus zu den beiden: »Warum seid ihr so begriffsstutzig und tut euch so schwer damit zu glauben, was die Propheten gesagt haben? Musste der Christus das nicht alles erleiden, um in die Herrlichkeit seines Reiches zu gelangen?« Und Jesus erklärte ihnen, was in den Heiligen Schriften über ihn gesagt wurde – angefangen bei Mose bis hin zu allen Propheten. So kamen sie zu dem Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat so, als wollte er weiterziehen. Da drängten sie ihn: »Bleibe doch bei uns! Es ist fast Abend und der Tag geht zu Ende!« Er ging mit ihnen ins Haus und blieb dort. Dann, nachdem er sich mit ihnen zum Essen niedergelassen hatte, nahm er das Brot und sprach das Dankgebet. Da fiel es ihnen wie Schuppen von den Augen und sie erkannten ihn. Im selben Augenblick verschwand er vor ihnen. Sie sagten zueinander: »War unser Herz nicht Feuer und Flamme, als er unterwegs mit uns redete und uns die Heiligen Schriften erklärte?«
Und sofort sprangen sie auf und liefen nach Jerusalem zurück. Dort fanden sie die elf Jünger beieinander, zusammen mit allen anderen, die zu ihnen gehörten. Die Jünger riefen ihnen zu: »Der Herr ist wirklich auferstanden! Er hat sich Simon gezeigt!« Da erzählten die beiden, was sie unterwegs erlebt hatten und wie sie den Herrn erkannten, als er das Brot in Stücke brach.
(Übersetzung: Basisbibel)

VI. 07.06.2016
Aus dem Alten Testament, zweites Buch Mose (Exodus), Kapitel 3:
Die Berufung von Mose und die Offenbarung des Namens von Gott
Mose aber hütete die Schafe Jitros, seines Schwiegervaters, des Priesters in Midian, und trieb die Schafe über die Steppe hinaus und kam an den Berg Gottes, den Horeb.Und der Engel des HERRN erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem Dornbusch. Und er sah, dass der Busch im Feuer brannte und doch nicht verzehrt wurde.Da sprach er: Ich will hingehen und die wundersame Erscheinung besehen, warum der Busch nicht verbrennt.Als aber der HERR sah, dass er hinging, um zu sehen, rief Gott ihn aus dem Busch und sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich. Gott sprach: Tritt nicht herzu, zieh deine Schuhe von deinen Füßen; denn der Ort, darauf du stehst, ist heiliges Land! Und er sprach weiter: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Und Mose verhüllte sein Angesicht; denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen.

Und der HERR sprach: Ich habe das Elend meines Volks in Ägypten gesehen und ihr Geschrei über ihre Bedränger gehört; ich habe ihre Leiden erkannt. Und ich bin herniedergefahren, dass ich sie errette aus der Ägypter Hand und sie herausführe aus diesem Lande in ein gutes und weites Land, in ein Land, darin Milch und Honig fließt, in das Gebiet der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter.
Weil denn nun das Geschrei der Israeliten vor mich gekommen ist und ich dazu ihre Not gesehen habe, wie die Ägypter sie bedrängen, so geh nun hin, ich will dich zum Pharao senden, damit du mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten führst.
Mose sprach zu Gott: Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehe und führe die Israeliten aus Ägypten? Er sprach: Ich will mit dir sein. Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Israeliten komme und spreche zu ihnen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt!, und sie mir sagen werden: Wie ist sein Name?, was soll ich ihnen sagen?
Gott sprach zu Mose: Ich werde sein, der ich sein werde. Und sprach: So sollst du zu den Israeliten sagen: »Ich werde sein«, der hat mich zu euch gesandt. Und Gott sprach weiter zu Mose: So sollst du zu den Israeliten sagen: Der HERR[1] (Ich bin der, der ich bin. / Ich werde sein, der ich sein werde.), der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name auf ewig.
[1] Im Hebräischen steht hier der Gottesname JHWH. Er wird in Vers 14 vom hebräischen Zeitwort für »sein« her gedeutet.

VII. 21.06.2016
Evangelium nach Johannes, Kapitel 1 in Auswahl
Von Anfang an gab es den, der das Wort ist. Er, das Wort, gehörte zu Gott. Und er, das Wort, war Gott in allem gleich.Durch dieses Wort wurde alles geschaffen.Und nichts, das geschaffen ist, ist ohne dieses Wort entstanden. Er, das Wort, war zugleich das Leben in Person. Und dieses Leben bedeutete das Wort für die Menschen. Das Wort leuchtet in der Dunkelheit, und die Dunkelheit konnte es nicht überwältigen. Er, der das Wort ist, war das wahreLicht. Es ist in diese Welt gekommen und leuchtet für alle Menschen. Er, das Wort, war schon immer in dieser Welt. Diese Welt ist ja durch ihn entstanden. Aber sie erkannte ihn nicht. Er kam in seine eigene Schöpfung. Aber die Menschen,die er geschaffen hatte, nahmen ihn nicht auf. Aber wer sich ihm öffnete, denen verlieh er das Recht, Kinder Gottes zu werden. Kinder Gottes wurden sie allein dadurch, dass Gott ihnen das wahre Leben schenkt. Er, das Wort, wurde ein Mensch. Er lebte bei uns, und wir sahen seine Herrlichkeit. Es war die Herrlichkeit, die ihm der Vater gegeben hat – ihm, seinem einzigen Sohn. Er war ganz erfüllt von Gottes Gnade und Wahrheit.
(Übersetzung Basisbibel (www.basisbibel.de) – dort auch Hinweise auf die Begriffe)

VIII. (09.08.2016)
Aus dem Alten Testament, aus dem Gebetbuch (Psalter). Worte aus Psalm 121:
Ein Lied für die Pilgerreise
Ich schaue hoch zu den Bergen. Woher kommt Hilfe für mich? Hilfe für mich, die kommt vom HERRN! Er hat Himmel und Erde gemacht. Er lässt deinen Fuß nicht straucheln. Der über dich wacht, schläft nicht. Sieh doch, der Hüter Israels: Der schläft und schlummert nicht. Der HERR wacht über dich. Der HERR ist dein Schutz, er spendet Schatten an deiner Seite. Am Tag wird dir die Sonne nicht schaden und der Mond nicht in der Nacht. Der HERR behütet dich vor allem Bösen. Er wacht gewiss über dein Leben.
(Basisbibel)

IX. (31.08.2016)
Aus dem Alten Testament, aus dem Buch des Propheten Amos, Kapitel 5.
Da sagt Gott den Menschen von Israel:„Sucht nach mir, dann werdet ihr das Leben finden. …Ich finde eure Gottesdienste schrecklich, ja, ich verachte sie sogar und eure Feiern stinken zum Himmel. Ihr zelebriert eure Opferfeste zwar fleißig und bedankt euch bei mir für euren Überfluss, aber das gefällt mir alles überhaupt nicht. Hört auf, mich mit dem Geplärr eurer Lieder zu stören, weil ich euer Harfenspiel nicht mehr hören mag. Ich wünsche mir nur eines: Dass das, was Recht ist, wie Wasser in die Welt strömt und dass die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Fluss das Land erfüllt.“

X. (27.09.2016)
Aus dem Neuen Testament – Evangelium nach Lukas, Verse aus dem 13. Kapitel:
Jesus lehrte in einer Synagoge am Sabbat. Und siehe, eine Frau war da, die hatte seit achtzehn Jahren einen Geist, der sie krank machte; und sie war verkrümmt und konnte sich nicht mehr aufrichten. Als aber Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: Frau, sei befreit von deiner Krankheit! Und legte die Hände auf sie; und sogleich richtete sie sich auf und lobte Gott.

XI. am 18.10.2016
Aus dem Neuen Testament – Evangelium nach Matthäus, Verse aus dem 5. Kapitel
Die Seligpreisungen - Auszug aus der Bergpredigt Jesu
Als Jesus die Volksmenge sah, stieg er auf den Berg. Er setzte sich und seine Jünger kamen zu ihm. Jesus begann zu reden und lehrte sie: »Glückselig sind die, die wissen, dass sie vor Gott arm sind. Denn ihnen gehört das Himmelreich. Glückselig sind die, die an der Not der Welt leiden. Denn sie werden getröstet werden. Glückselig sind die, die von Herzen freundlich sind. Denn sie werden die Erde als Erbe erhalten. Glückselig sind die, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit. Denn sie werden satt werden. Glückselig sind die, die barmherzig sind. Denn sie werden barmherzig behandelt werden. Glückselig sind die, die ein reines Herz haben. Denn sie werden Gott sehen. Glückselig sind die, die Frieden stiften. Denn sie werden Kinder Gottes heißen.

XII. (09.11.2016) Moderner Psalm von Hanns-Dieter Hüsch
XIII. (13.12.2016)
Aus dem Neuen Testament – Evangelium nach Markus, Verse aus dem 10. Kapitel
Der Verfasser berichtet:
Jesus ist mit seinem Schülerkreis in der Stadt Jericho. Beim Verlassen der Stadt ereignet sich Folgendes: „Da saß am Straßenrand ein blinder Bettler. Es war Bartimäus, der Sohn von Timäus. Als er hörte, dass Jesus von Nazareth da war, fing er an, laut zu rufen: »Jesus, du Sohn Davids! Hab Erbarmen mit mir!« Viele fuhren ihn an: »Sei still!« Aber der Blinde schrie noch viel lauter: »Sohn Davids! Hab Erbarmen mit mir!«
Da blieb Jesus stehen und sagte: »Ruft ihn her.« Die Leute riefen den Blinden herbei und sagten zu ihm: »Du kannst Hoffnung haben, steh auf, er ruft dich!« Da warf der Blinde seinen Mantel ab, sprang auf und kam zu Jesus. Jesus fragte ihn: »Was willst du? Was soll ich für dich tun?« Der Blinde sagte zu ihm: »Rabbuni, (mein Rabbi/Lehrer) dass ich sehen kann!« Und Jesus sagte zu ihm: »Geh nur, dein Glaube hat dich gerettet.« Sofort konnte er sehen, und er folgte Jesus auf seinem Weg (d.h. er stellt sich in seinen Dienst).“

XIV. (18.01.2017)
Aus dem Alten Testament – Buch des Propheten Jesaja, Verse aus Kapitel 55
Sucht Gott, solange er sich finden lässt. Redet mit ihm, solange er ganz nah ist. Wer bisher ohne Gott gelebt hat, kann das ändern, und wer Schlechtes gedacht und getan hat, kann damit aufhören und sich Gott zuwenden – denn der wird ihm vergeben, wie er ein gütiger Gott ist. „Ich habe andere Maßstäbe als ihr und meine Möglichkeiten gehen weit über eure hinaus“, sagt Gott (…). „Wenn Regen und Schnee vom Himmel fallen, dann kehren sie nicht einfach wieder dorthin zurück: Sie tränken die Erde und machen sie fruchtbar, so dass sie Brot zum Essen und Samen für die nächste Saat hervorbringt. Genauso ist es mit jedem Wort, das ich sage: Es wird nicht wirkungslos zu mir zurückkehren.“

XV. am 14. Februar 2017
Aus dem Neuen Testament, Evangelium nach Lukas 10, 38-42
Text der Lutherbibel 2017
Als sie aber weiterzogen, kam er in ein Dorf. Da war eine Frau mit Namen Marta, die nahm ihn auf.Und sie hatte eine Schwester, die hieß Maria; die setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seiner Rede zu.Marta aber machte sich viel zu schaffen, ihnen zu dienen.Und sie trat hinzu und sprach:Herr, fragst du nicht danach, dass mich meine Schwester lässt allein dienen? Sage ihr doch, dass sie mir helfen soll!Der Herr aber antwortete und sprach zu ihr: Marta, Marta, du hast viel Sorge und Mühe. Eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden.

XVI. am 21. März 2017
Aus dem Neuen Testament, Brief des Paulus an die Gemeinde in der Stadt Philippi: Kapitel 2, die Verse 5 bis 11: (Das Christuslied)
(Übersetzung nach der Lutherbibel 2017)
Seid so unter euch gesinnt, wie es der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht: Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt. Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.

(Das Christuslied) (Basisbibel)
Denkt im Umgang miteinander immer daran, welchen Maßstab ChristusJesus gesetzt hat: Von göttlicher Gestalt war er. Aber er hielt nicht daran fest, Gott gleich zu sein – so wie ein Dieb an seiner Beute. Sondern er legte die göttliche Gestalt ab und nahm die eines Knechts an.Er wurde in allem den Menschen gleich. In jeder Hinsicht war er wie ein Mensch. Er erniedrigte sich selbst und war gehorsam bis in den Tod – ja, bis in den Tod am Kreuz. Deshalb hat Gott ihn hoch erhöht: Er hat ihm den Namen verliehen, der allen Namen überlegen ist. Denn vor dem Namen von Jesus soll sich jedes Knie beugen – im Himmel, auf der Erde und unter der Erde. Und jede Zunge soll bekennen: »Jesus Christus ist der Herr!« Das geschieht, um die Herrlichkeit Gottes, des Vaters, noch größer zu machen.

XVII. am 03.04.2017
Aus dem Alten Testament, Psalm 23
Zürcher Bibelübersetzung - Ein Psalm Davids
Der HERR ist mein Hirt, mir mangelt nichts, er weidet mich auf grünen Auen. Zur Ruhe am Wasser führt er mich, neues Leben gibt er mir. Er leitet mich auf Pfaden der Gerechtigkeit um seines Namens willen. Wandere ich auch im finstern Tal, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir,dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich. Du deckst mir den Tisch im Angesicht meiner Feinde.Du salbst mein Haupt mit Öl, übervoll ist mein Becher. Güte und Gnade werden mir folgen alle meine Tage, und ich werde zurückkehren ins Haus des HERRN mein Leben lang.

Lutherbibel 2017 -
Der Herr ist mein Hirte,mir wird nichts mangeln.Er weidet mich auf einer grünen Aueund führet mich zum frischen Wasser.Er erquicket meine Seele.Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir,dein Stecken und Stab trösten mich.Du bereitest vor mir einen Tischim Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

XVIII. am 25.04.2017
Aus dem Neuen Testament, Markus-Evangelium, Kapitel 12 Übersetzung nach der Lutherbibel 2017, Markus-Evangelium 12, 41-44
Und Jesus setzte sich dem Gotteskasten gegenüber und sah zu, wie das Volk Geld einlegte in den Gotteskasten. Und viele Reiche legten viel ein. Und es kam eine arme Witwe und legte zwei Scherflein ein; das ist ein Heller. Und er rief seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Gotteskasten gelegt als alle, die etwas eingelegt haben. Denn sie haben alle von ihrem Überfluss eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut ihre ganze Habe eingelegt, alles, was sie zum Leben hatte. (Mk 12,41-44)

Übersetzung der Basisbibel – Neues Testament, Markus-Evangelium 12, 41-44
Dann setzte Jesus sich in die Nähe des Schatzhauses. Dort beobachtete er, wie die Volksmenge Geld in den Opferkasten warf. Viele wohlhabende Leute taten viel hinein. Da kam auch eine arme Witwe. Sie warf zwei kleine Kupfermünzen hinein, das entspricht einem Pfennig. Jesus rief seine Jünger herbei und sagte zu ihnen: »Amen, das sage ich euch: Diese arme Witwe hat mehr gegeben als alle anderen, die etwas in den Opferkasten geworfen haben. Denn alle anderen haben nur etwas von ihrem Überfluss abgegeben. Aber diese Witwe, die doch selbst arm ist, hat alles hergegeben, was sie besa alles, was sie selbst zum Leben brauchte.«

XIX. am 09.05.2017
Aus dem Alten Testament, aus dem Gebet/Lieder-Buch (Psalter), Worte aus Psalm 139: Ja, du Gott hast meine Nieren geschaffen, hast mich gewoben im Leib meiner Mutter.
Ich danke dir, dass ich auf faszinierende Weise wunderbar geworden bin. Wunder sind deine Taten, das ist mir zutiefst bewusst. Meine Knochen waren vor dir nicht verborgen, als ich gemacht wurde im Geheimen, gebildet in den Tiefen der Erde. Als Ungeborenes sahen mich deine Augen. In deinem Buch war alles schon geschrieben, Tage wurden geformt, in denen noch niemand war. Für mich – wie kostbar sind deine Gedanken, wie wirkmächtig ist ihr Kern. Ich zähle sie – mehr als Sand wären sie, ich erwache – und immer noch bin ich bei dir.

XX. am 23.05.2017
Aus dem Neuen Testament, aus dem Evangelium nach Johannes, Kapitel 2
Und am dritten Tage war eine Hochzeit zu Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war da. Jesus aber und seine Jünger waren auch zur Hochzeit geladen. Und als der Wein ausging, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. Jesus spricht zu ihr: Was habe ich mit dir zu schaffen, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut. Es standen aber dort sechs steinerne Wasserkrüge für die Reinigung nach jüdischer Sitte, und in jeden gingen zwei oder drei Maße. Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Wasserkrüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis obenan. Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt's dem Speisemeister! Und sie brachten's ihm. Als aber der Speisemeister den Wein kostete, der Wasser gewesen war, und nicht wusste, woher er kam – die Diener aber wussten's, die das Wasser geschöpft hatten –, ruft der Speisemeister den Bräutigam und spricht zu ihm: Jedermann gibt zuerst den guten Wein und, wenn sie trunken sind, den geringeren; du aber hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten. Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat. Es geschah zu Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn. Danach zog er hinab nach Kapernaum, er, seine Mutter, seine Brüder und seine Jünger, und sie blieben nur wenige Tage dort.

XXI. am 08.06.2017 und XXII. am 13.06.2017
(Fangen wir schon wieder an, uns selbst zu empfehlen? Oder brauchen wir - wie gewisse Leute - Empfehlungsschreiben an euch oder von euch?) (Hinweis: Paulus grenzt sich von anderen, fremden Missionaren ab.)
Unser Empfehlungsschreiben seid ihr; es ist eingeschrieben in unser Herz und alle Menschen können es lesen und verstehen. Unverkennbar seid ihr ein Brief Christi, ausgefertigt durch unseren Dienst, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf Tafeln aus Stein, sondern - wie auf Tafeln - in Herzen von Fleisch.2. Kor 3,1-3

XXIII. am 25.07.2017 und XXIV. am 31.07.2017
Altes Testament, Buch des Propheten Jeremia, Verse aus Kapitel 29:
Baut Häuser und wohnt darin; pflanzt Gärten und esst ihre Früchte; nehmt euch Frauen und zeugt Söhne und Töchter, nehmt für eure Söhne Frauen und gebt eure Töchter Männern, dass sie Söhne und Töchter gebären; mehrt euch dort, dass ihr nicht weniger werdet. Suchet der Stadt Bestes, und betet für sie zum HERRN; denn wenn's ihr wohl geht, so geht's auch euch wohl. Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung. Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und mich bitten und ich will euch erhören. Denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR.

XXV. am 15. August 2017
Aus dem Neuen Testament, Evangelium nach Lukas, Kapitel 5,27ff - Die Berufung des Levi
Und danach ging er (Jesus) hinaus und sah einen Zöllner mit Namen Levi am Zoll sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach! Und er verließ alles, stand auf und folgte ihm nach. Und Levi richtete ihm ein großes Mahl zu in seinem Haus, und viele Zöllner und andre saßen mit ihm zu Tisch. Und die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten murrten und sprachen zu seinen Jüngern: Warum esst und trinkt ihr mit den Zöllnern und Sündern. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Die Gesunden bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.

XXVI. am 06.11.2017
Neues Testament, 2. Brief des Paulus an die Christinnen und Christen in der Hafenstadt Korinth, Kapitel 5, 1ff
Wir wissen ja: Unser Zelt hier auf der Erde wird abgebrochen werden. Und dann bekommen wir von Gott eine neue Bleibe – ein Haus im Himmel, das für immer bleibt und nicht von Menschenhand gemacht ist. Und weil wir das wissen, seufzen wir voll Sehnsucht. Wir sehnen uns danach, von dieser himmlischen Behausung gewissermaßen umhüllt zu werden. Wir werden dann nicht nackt dastehen, wenn wir einmal aus unserem irdischen Zelt ausziehen müssen.

Doch solange wir noch in dem alten Zelt leben, stöhnen wir wie unter einer schweren Last. Wir würden diese Hülle am liebsten gar nicht ausziehen, sondern die neue einfach darüberziehen. Dann ginge das, was an uns vergänglich ist, im neuen Leben auf. Auf jeden Fall hat Gott selbst uns dazu bereit gemacht. Er hat uns als Vorschuss seinen Geist gegeben. So sind wir in jeder Lage zuversichtlich. Wir sind uns zwar bewusst: Solange wir in unserem Körper wohnen, leben wir noch nicht beim Herrn. In diesem Leben können wir ja nur an Gott glauben, wir können ihn noch nicht sehen. Trotzdem sind wir voller Zuversicht. Am liebsten würden wir aus unserem Körper ausziehen und beim Herrn leben. Deswegen ist es für uns eine Ehrensache, ihm zu gefallen – ganz gleich, ob wir schon bei ihm leben oder noch nicht. Denn wir alle müssen einmal vor dem Richterstuhl von Christus erscheinen. Dann bekommt jeder, was er verdient – je nachdem, ob er zu Lebzeiten Gutes oder Böses getan hat.

XXVII am 27.11.2017
Neues Testament, Evangelium nach Lukas, Kapitel 7, 11-17 – nach der Übersetzung der rev. Luther-Bibel 2017
Und es begab sich danach, dass er (Jesus) in einer Stadt mit Namen Nain geing; und seine Jünger gingen mit ihm und eine große Menge: Als er aber nahe an das Stadttor kam, siehe, da trug man einen Toten heraus, der der einzige Sohn seiner Mutter war, und sie war eine Witwe; und eine große Menge aus der Stadt ging mit ihr. Und da sie der Herr sah, jammerte sie ihn, und er sprach zu ihr: Weine nicht! Und trat hinzu und berührte den Sarg, und die Träger blieben stehen. Und er sprach: Jüngling, ich sage dir, steh auf! Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden, und Jesus gab ihn seiner Mutter. Und Furcht ergriff sie alle, und sie priesen Gott und sprachen: Es ist ein großer Prophet unter uns aufgestanden, und: Gott hat sein Volk besucht. Und diese Kunde von ihm erscholl im ganzen jüdischen Land und in allen umliegenden Ländern.

XXVIII. am 11.12.2017
Psalm 24Ein Psalm Davids.
Die Erde ist des Herrn und was darinnen ist, der Erdkreis und die darauf wohnen.
Wer darf auf des Herrn Berg gehen, und wer darf stehen an seiner heiligen Stätte?
Wer unschuldige Hände hat und reinen Herzens ist, wer nicht bedacht ist auf Lüge und nicht schwört zum Trug:
der wird den Segen vom Herrn empfangen und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils.
Das ist das Geschlecht(die Generation), das (die) nach ihm fragt, das (die) da sucht dein Antlitz, Gott Jakobs.
Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe!
Wer ist der König der Ehre?
Es ist der Herr, stark und mächtig, der Herr, mächtig im Streit.
Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe!
Wer ist der König der Ehre?
Es ist der Herr Zebaoth; er ist der König der Ehre.

XXIX. am 16.01.2018
Psalm 86 Ein Gebet Davids.
Herr, neige deine Ohren und erhöre mich; denn ich bin elend und arm.
Bewahre meine Seele, denn ich bin dir treu.
Hilf du, mein Gott, deinem Knechte, der sich verlässt auf dich.
Herr, sei mir gnädig; denn ich rufe täglich zu dir.
Erfreue die Seele deines Knechts; denn nach dir, Herr, verlangt mich.
Denn du, Herr, bist gut und gnädig, von großer Güte allen, die dich anrufen.
Vernimm, Herr, mein Gebet und merke auf die Stimme meines Flehens!
In der Not rufe ich dich an; du wollest mich erhören!
Herr, es ist dir keiner gleich unter den Göttern, und niemand kann tun, was du tust.
Alle Völker, die du gemacht hast, werden kommen und vor dir anbeten, Herr, und deinen Namen ehren,
dass du so groß bist und Wunder tust und du allein Gott bist.
Weise mir, Herr, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen, dass ich deinen Namen fürchte.
Tu ein Zeichen an mir, dass du es gut mit mir meinst, dass es sehen, die mich hassen, und sich schämen, weil du mir beistehst, Herr, und mich tröstest.

XXX. und XXXI am 06.02.2018
Zweiter Brief des Paulus an die Christengemeinde in der Hafenstadt Korinth, Kapitel 4,6-10
Gott hat einst gesagt: »Aus der Dunkelheit soll ein Licht aufleuchten!« Genauso hat er es in unseren Herzen hell werden lassen. Uns sollte ein Licht aufgehen und wir sollten erkennen: Es ist die Herrlichkeit Gottes, die wir sehen, wenn wir auf Jesus Christus schauen. Wir tragen diesen Schatz aber in zerbrechlichen Gefäßen. So wird deutlich, dass unsere überragende Bedeutung von Gott kommt und nicht aus uns selbst. Wir stehen von allen Seiten unter Druck, aber wir werden nicht erdrückt. Wir sind ratlos, aber wir verzweifeln nicht. Wir werden verfolgt, aber wir sind nicht im Stich gelassen. Wir werden zu Boden geworfen, aber wir gehen nicht zugrunde. Tagtäglich erfahren wir am eigenen Leib, was es heißt, mit Jesus zu sterben. Denn an unserem Leib soll ja auch sichtbar werden, was es heißt, mit Jesus neu zu leben.

XXXII am 06.02.2018
Aus dem Evangelium nach Markus, Kapitel 12, 28 ff
Und es trat zu ihm einer der Schriftgelehrten, der ihnen zugehört hatte, wie sie miteinander stritten. Als er sah, dass er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: Welches ist das höchste Gebot von allen. Jesus antwortete: Das höchste Gebot ist das: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen,von ganzer Seele,von ganzem Gemüt und mit all deiner Kraft« (5. Mose 6,4-5). Das andre ist dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3. Mose 19,18).Es ist kein anderes Gebot größer als diese. Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Ja, Meister, du hast recht geredet!Er ist einer, und ist kein anderer außer ihm; und ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzem Gemüt und mit aller Kraft, und seinen Nächsten lieben wie sich selbst, das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer. Da Jesus sah, dass er verständig antwortete, sprach er zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes.

XXXIII am 08.03.2018
Übersetzung der Basisbibel – Evangelium nach Lukas 9, 57-62
Unterwegs sagte jemand zu Jesus: »Ich will dir folgen, wohin du auch gehst!« Jesus antwortete ihm: »Die Füchse haben ihren Bau und die Vögel haben ihr Nest. Aber der Menschensohn hat keinen Ort, wo er sich ausruhen kann.« Einen anderen forderte Jesus auf: »Folge mir!« Aber der sagte: »Herr, erlaube mir, zuerst noch einmal nach Hause zu gehen und meinen Vater zu begraben.« Aber Jesus antwortete ihm: »Überlass es den Toten, ihre Toten zu begraben. Du aber geh los und verkünde das Reich Gottes. Wieder ein anderer sagte zu Jesus: »Ich will dir folgen, Herr!Doch erlaube mir, zuerst von meiner Familie Abschied zu nehmen.« Aber Jesus sagte zu ihm: »Wer die Hand an den Pflug legt und dabei zurückschautder eignet sich nicht für das Reich Gottes

 XXXIV am 10.4.2018
Übersetzung der Basisbibel - Kolosser 2,12-15
In der Taufe wurdet ihr mit ihm begraben.Und in der Taufe wurdet ihr auch mit ihm auferweckt.
Denn ihr habt an die Macht Gottes geglaubt,
der Christus vom Tod auferweckt hat.
Ja, ihr wart tot aufgrund eurer Verfehlungen.
Aber Gott hat euch zusammen mit ihm lebendig gemacht,
ndem er uns alle Verfehlungen vergeben hat.
Er hat den Schuldschein getilgt,
den wir eigenhändig unterschrieben hatten –
inschließlich seiner Vorschriften, die gegen uns standen.
Er hat ihn ans Kreuz angenagelt und damit beseitigt. Er
hat die Mächte und Gewalten entwaffnet
und sie öffentlich zur Schau gestellt. Er führt sie im Triumphzug mit, der für Christus abgehalten wird.

XXXV am 12.4.2018
Übersetzung nach Martin Luther (2017) – Brief an die Kolosser, Kapitel 3, 12-17:
So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld;
und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern;
wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr!
Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit.
Und der Friede Christi, zu dem ihr berufen seid in einem Leibe, egiere in euren Herzen; und seid dankbar.
Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit;
mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen.
Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken,
das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.

XXXVI am 03.05.2018
Übersetzung nach Martin Luther (2017) – Auszug aus Psalm 118
Dies ist der Tag, an dem der Herr gewirkt hat,
wir wollen jauchzen und über ihn fröhlich sein.
Ach Herr, hilf doch;
ach Herr, lass es zuletzt gelingen!
Gesegnet sei, der da kommt im Namen des Herrn –
wir segnen euch vom Hause des Herrn her.
Gott ist der Herr, er gab das Licht.
Schmückt das Fest mit jungen Zweigen, bis an die Hörner des Altars.
Mein Gott bist Du, und ich danke dir;
mein Gott, ich will dich preisen.
Danket dem Herrn, denn er ist freundlich,
und ewig währet seine Güte.

XXXVII am 26.05.2018
Übersetzung nach der Basisbibel
Verse aus dem Evangelium nach Johannes, Kapitel 14, 23.26f
Jesus antwortete ihm: »Wer mich liebt, wird sich nach meinem Wort richten. Mein Vater wird ihn lieben. Und wir werden zu ihm kommen
und immer in ihm gegenwärtig sein.
Der Vater wird euch den Beistand schicken, der an meine Stelle tritt: den Heiligen Geist.
Der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich selbst euch gesagt habe.
Zum Abschied schenke ich euch Frieden: Ich gebe euch meinenFrieden. Ich gebe euch keinen Frieden, wie ihn diese Welt gibt.
Lasst euch im Herzen keine Angst machen und fürchtet euch nicht.

XXXVII I und 39 am 12.06.2018
Übersetzung in einfacher Sprache
Verse aus dem Brief an die Hebräer, 11, 8ff
Durch seinen Glauben lernte Abraham Gott gehorchen.
Gott rief ihn. Und Abraham vertraute ihm. Gott sagte ihm: Zieh in ein Land, das ich dir schenken will.
Aus Glauben ging er, wie Gott gesagt hatte. Und so wohnte er im verheißenen Land, doch es blieb ihm fremd.
Er lebte in einem Zelt, wie nach ihm Isaak (sein Sohn) und Jakob (sein Enkel).
Ihnen hatte Gott dasselbe versprochen. Abraham wartete auf das wahre Zuhause. Gott selbst plant und baut diese ewige Stadt.

Nr.40 am 25.06.2018 – Jesaja 43,18-23.25
Gedenkt nicht an das Frühere und achtet nicht auf das Vorige! Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf,
erkennt ihr's denn nicht?
Ich mache einen Weg in der Wüste und Wasserströme in der Einöde. Das Wild des Feldes preist mich, …
denn ich will in der Wüste Wasser und in der Einöde Ströme geben, zu tränken mein Volk, meine Auserwählten;
das Volk, das ich mir bereitet habe, soll meinen Ruhm verkündigen.
Nicht, dass du mich gerufen hättest, Jakob, oder dass du dich um mich gemüht hättest, Israel.
Aber mir hast du Arbeit gemacht mit deinen Sünden und hast mir Mühe gemacht mit deinen Missetaten.
Ich, ich tilge deine Übertretungen um meinetwillen und gedenke deiner Sünden nicht.

Bibelteilen online findet weiterhin statt. Interessierte sind herzlich eingeladen!

Birgt Berg, Online-Kurse zu Themen des christlichen Glaubens, Birgit.Berg@evlka.de
Hildesheim, im Januar 2021


[1] Im Hebräischen steht hier der Gottesname JHWH. Er wird in Vers 14 vom hebräischen Zeitwort für »sein« her gedeutet.